Porsche - Herbert Linge

Herbert Linge

„Ohne ihn war und ist Porsche nicht vorstellbar.“    
Peter Falk, ehemaliger Rennleiter bei Porsche


Die beachtliche Lebensleistung des Weissachers Herbert Linge (*11.6.1928) ist auf das Engste mit dem Sportwagenbauer Porsche verknüpft. Linge verbrachte sein ganzes Berufsleben bei Porsche, von der Lehre bis zum Ruhestand und darüber hinaus. 1948 war er der einzige Mechaniker in der Firma und an der Entwicklung ihres ersten Serienmodells beteiligt, des Porsche 356. Anschließend baute er den Auslands- Kundendienst des Autobauers auf, der wesentlich zum internationalen Erfolg der Marke beitrug. Daneben war Linge Mitglied des Porsche- Rennteams, zunächst als Mechaniker, z.B. bei dem mexikanischen Straßenrennen Carrera Panamericana, dann als Rennfahrer. Seine Premiere feierte er 1954 an der Seite des Stuttgarters Hans Herrmann in einem 550 Spyder bei der Mille Miglia, einem Langstreckenrennen durch Italien. Die beiden Piloten schrieben damals Geschichte, denn sie fuhren mit eingezogenen Köpfen unter einer geschlossenen Bahnschranke hindurch- und wurden Klassensieger. 15 Jahre später beendete der Weissacher seine erfolgreiche Rennkariere. Nun arbeitete er bei der Planung des Entwicklungszentrums (EWZ), das neben der Teststrecke entstand, mit und wurde schließlich dort Betriebsleiter. Eine weitere herausragende Lingesche Leistung ist die Gründung und Realisierung einer Sicherheitsstaffel für den Motorsport. Die sogenannten „Lingecars“ sind mit Ärzten und Feuerlöschern ausgestattete Sportwagen zu Verbesserung der Streckensicherheit. Sie werden weltweit eingesetzt und retteten unter anderen Niki Lauda das Leben.

 


Herbert Linge mit dem "alten Professor"
Ferdinand Porsche, 1943.


Herbert Linge mit dem "Gebetbuch" in dem er die Details der Rennstrecken genau notierte, um sie dann optimal zu fahren, 1957.