Hausgeschichte

Von der Schule zum Museum

Die ehemalige Grund- und Volksschule ist das Domizil des Heimatmuseums.

Das Gebäude ist das dritte Schulhaus an gleicher Stelle. Es wurde 1910 nach neuesten Erkenntnissen gebaut: Viel Luft und Licht sollten das Lernen befördern, und so erhielten die drei Klassenzimmer hohe Decken und große Fenster. Außerdem wurde der Lehrgarten in einen „Spielplatz“ umgestaltet. Die Schule beherbergte eine separat zugängliche 4- Zimmer-Wohnung für den Lehrer und Dachkammern für die Unterlehrer. Im Erdgeschoss war das Feuerwehrmagazin untergebracht. Der Außenaufgang wie auch der Freisitz wurden repräsentativ mit Säulen gestaltet.

Für ein Dorf der Größe Flachts ist ein so großes und großzügiges Schulhaus im Landhausstil ungewöhnlich. Doch gute Holzverkäufe aus dem Gemeindewald und eine überlegte Rücklagenbildung hatten seine Finanzierung möglich gemacht.

Ab 1978 - als das Lehrpersonal längst nicht mehr hier wohnte - benutzte der langjährige Schulleiter Willy Schray immer mehr Räume zur Ausstellung seiner Sammlung, die er als eifriger Heimatforscher und ehrenamtlicher Ausgräber des Landesdenkmalamts zusammengetragen hatte.

Nach dem Wegzug der Flachter Schule aus der Dorfmitte ließ die Gemeinde von der Landesstelle für Museumsbetreuung 1990 ein Heimatmuseum in der alten Schule einrichten. Im Jahr 2000 wurden im Erdgeschoss des Hauses die dem Maler Sepp Vees gewidmete Galerie, das Museumscafé und ein Raum für Wechselausstellungen eröffnet; 2010 die Dauerausstellung umgestaltet.  Betreiber des Museums ist der Heimatverein Weissach und Flacht e.V., der eine hauptamtliche Museumsleitung beschäftigt.
 

Das neue, repräsentative Schulhaus auf einer Ansichtskarte,1910


Schulklasse mit Lehrerin "Fräulein" Heid, 1953


Willy Schray (1915-2003) bei der Arbeit mit Sammlungsstücken