Draußen - Bienen, Wald, Schafe

Bienen, Wald, Schafe

Bienen
Öffentliche Beachtung erlangte die Imkerei hier erst, als der Imkermeister und Fachberater Franz Lampeitl 1974 ein jährliches Treffen mit Vorträgen und Vorführungen von Experten, den Weissacher Imkertag, ins Leben rief. Er erfand auch das Bienen-Rennen: Jeden Juli werden beim Flachter- Bienenwiesenfest die „Rennbienen“ farbig markiert und beim Startschuss losgelassen. Siegerin ist diejenige, die zuerst ihren etwa 500 Meter entfernten Stock wieder erreicht. Wer auf die richtige Biene und Zeit gesetzt hat, gewinnt zwei Gläser Honig.

Wald
Früher durften die Hiesigen an zwei Waldtagen dürre Äste als Brennholz und Laub als Streu für den Stall im Gemeindewald holen; auch Bau- und Flickholz bekamen sie.  Im Winter bot der Wald Bauern und Bäuerinnen eine wichtige Verdienstmöglichkeit. Die Männer fällten die Bäume, die Frauen entasteten sie.

Schafe
Da der Boden des Heckengäus als Acker wie als Wiese nur bedingt geeignet war, kam seiner Nutzung als anspruchslosere Schafsweide große Bedeutung zu. Ein Gemeindeschäfer war für die Herde zuständig. Schäfer galten wegen ihrer einsamen Lebensweise mit Hund und Schafen als Sonderlinge. Ihre besonderen tiermedizinischen Kenntnisse wandte man zuweilen auch bei Menschen an. Einen Gemeindeschäfer gibt es längst nicht mehr, aber die Schafzucht nimmt wieder zu, da Lammfleisch und Wolle mehr nachgefragt werden. Die Schäferei dient heutzutage aber, so wie andere Zweige der Landwirtschaft auch, vor allem der Landschaftspflege. Deswegen wird sie vom Land, Bund und der EU subventioniert.

Markierte Bienen in ihrer Box vor dem Start zum Bienenrennen


Waldarbeiterinnen, um 1950